Der 0211-KEU ist ein Einladungs-Ultra über 45 Km.

Weitere Informationen gibt's unter www.0211-keu.de.


Hier einige Eindrücke vom 21.1.2012 :

Schon beim Nord Eifel Ultra 2 Wochen zuvor hatte Jochen Kruse seine Einladung dabei.
Daß der Empfang am Restaurant und Biergarten "Kaisershaus" an der Erkrather Landstraße dann doch eher kühl ausfiel lag aber nicht an ihm - war es sonst überall nur feucht auf den Straßen, gab's auf dem Parkplatz tatsächlich Glatteis. Da galt es zu verhindern, daß der Lauf schon auf dem Weg zum Start sturzbedingt beendet ist.

Es galt, eine 9Km-Runde 5 mal zu durchlaufen. 2x rechts rum, 2x links rum und die letzte nach belieben. Der Abwechslung wegen sind wohl alle nochmal rechts herum gelaufen.
Einige hatten mit GPS navigiert, liefen von Beginn an ihr eigenes Tempo und ich achtete erstmal auf Sichtweite zu den Anderen. Ich hatte mir nur einen groben Streckenplan ausgedruckt und musste mir den Streckenverlauf erstmal einprägen. Bei der Quasselei in der noch großen Gruppe nicht unbedingt einfach denn das lenkt schonmal etwas ab. Nach der zweiten Runde war der Verlauf gespeichert und es konnte die Gegenrichtung erkundet werden.

Das Wetter war so, wie Jochen es sich gewünscht hat - nass.

Schon kurz nach dem Start war klar, daß die in trockenen Füßen gelaufene Distanz trotz Geschick und Akrobatik im 3-stelligen Meterbereich bleiben würde.
Wo es keinen Matsch (der hier "Mocke" heißt) oder Pfützen gab lief eben das Wasser über den Weg. Obendrein bestand die Runde zu rund einem Drittel aus herrlichen Single-Trails, die heute total aufgeweicht waren - und 30 Leute, die bis zu 5 mal darüber rennen, machen den Pfad auch nicht trockener. Über weite Teile dieser Trails gab's richtig tiefen Schlamm, die dadurch belgische Qualität erreichten. Wer mich kennt weiß: wenn bei mir der Dreck bis über die Knie spritzt, dann war's wirklich etwas ungemütlich. Allerdings stellte sich die durch die nassen Füße bedingte "jetzt ist's eh egal"-Einstellung ja schon zweckmäßig früh ein.

Die Zusammensetzung der "Kampf"gruppen wechselte immer mal wieder und der Laufrichtungswechsel sorgte für Begegnungen. So hat man sich dann nicht nur am Verpflegungsstand immer mal wiedergesehen.
Der Begriff "Schmerzensgeld" wurde hier einmal korrekt angewendet: für den (Lauf)Schmerz, den man geniessen darf, muß man zahlen. Es waren aber nur ein paar Euro zur Finanzierung der Verpflegung, die uns von hilfreichen Geistern am Unterstand des Biergartens gereicht wurde.

Als ich gerade im Ziel war, bekamen die etwas länger Geniessenden noch eine Zulage, was die Feuchtigkeit von oben aging. War es den Tag über immer wieder ein wenig am Nieseln, kam noch ein kräftiger Schauer herunter. Da hatte ich schon mit krampfneigungsbedingter Mühe die Klamotten gewechselt und rettete mich in die warme Gaststube zum verdienten Abendessen.
Von den 30 Startern liefen 16 die vollen 5 Runden, die, die nur 3 oder 4 Runden liefen, hatten freilich auch einen schönen Lauftag. Leider ausser einem - das Umknicken in seiner 2. Runde erwies sich als Knochenbruch und er musste das anschließende gesellige Beisammensein mit Gipsfuß bestreiten.
Beim Ausklang des Tages überreichte Jochen den Bezwingern der Mocke eine Urkunde.

Das Spaßbarometer auf Vollausschlag: